Am Samstag, den 3. Oktober findet in Witzwort die 9. Auflage der Shorthorn-Hofauktion auf dem Betrieb von Jens Kohrs statt. Zum Verkauf kommt eine kleine aber feine Kollektion gekörter Jungbullen, weiblicher Absetzer (hornlos und gehörnt) sowie einen Hereford-Bullen. Zwei der Verkaufstiere haben den Importbullen Dunsyre Kandal zum Vater.

Mit Unterstützung der Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. (RSH e.G.) wurde Sperma des kanadischen Vererbers Blenview Chaser 204C (HB-Nr. 10.202530) importiert. Dieser hell-schimmelfarben gezeichnete und hornlose Bulle verfügt über einen kompakten Körperbau mit sehr gutem Muskelansatz.

Zurzeit erlebt die Produktion von „Beef from grass“ mit regionalen Rassen in Großbritannien eine Renaissance. Das Fleisch dieser ursprünglichen Rinder aus grasbasierter Fütterung wird im Handel über mehrere Supermarktketten als Markenprodukt mit der Bezeichnung „British Native Breeds“ vermarktet.

Nach den neuesten Auswertungen für das Jahr 2019 des Bundesverbandes Rind & Schwein (BRS) wurden im vergangenen Jahr 244 Herdbuchtiere (32 Bullen/221 Kühe) der Rasse Shorthorn in 28 Herdbuchbetrieben bzw. 4 Haltungen in deutschen Zuchtbüchern geführt.

Seit mehr als 10 Jahren wurde vor kurzem wieder ein Shorthorn-Bulle in Deutschland abgesamt. Damit ist der rotgescheckte Kasper P 204 682  nun für den Besamungseinsatz verfügbar. Er stammt aus der Zucht von Andreas Kühnapfel, Rullstorf (LK Lüneburg) und hat die aktuelle Listenführerin der Shorthorn-Mutterkühe, May 14 N, zur Großmutter.

Am 27. Oktober hatte der BUSH e.V. zu einem nachmittäglichen Treffen in den Tierpark Warder eingeladen. Nach einem köstlichen Mittagessen, machte sich die kleine Gruppe vom Shorthorn-Züchtern und Interessierten auf zu einer Führung durch den Park und einem Besuch der Shorthorns auf den nahegelegenen Parkflächen.

Auf BUSH-Initiatuve wurde Sperma des australischen Top-Vererbers Sprys Exclusive J13 importiert. Der Bulle stammt vom bekannten Zuchtbetrieb Sprys Shorthorns aus New South Wales und wurde bereits auch in Irland aufgrund seiner herausragenden Eigenschaften für Fleischleistung, Leichtkalbigkeit und seiner kurzer Tragezeit eingesetzt.

Bei frühlingshaften Temperaturen und herrlichem Sonnenwetter fand das Shorthorn-Züchtertreffen auf dem Betrieb von Hans-Andreas Nissen in Winnert statt.Bewirtschaftet werden 130 ha Fläche, davon entfallen 75 ha auf Ackerland, 45 ha auf Grünland, der Rest ist Wald.