Das Shorthorn-Rind ist ein robustes, sich dem jeweiligen Klima anpassendes, frühreifes Fleischrind, im mittleren Rahmen, das gut marmoriertes Fleisch von feinfaseriger, saftiger Qualität liefert und dessen Schlachtkörper jedoch nicht mit unerwünscht hohem Fettanteil behaftet sein soll. Der Körper soll bei ausgeglichener Länge breit und kastenförmig sein. Ferner sollen die Tiere neben einem ruhigen Temperament eine gute Muskelfülle sowie relativ feine und korrekte Gliedmaßen aufweisen. Die vererbungssichere Leichtkalbigkeit in Folge geringer Geburtsgewichte unterstreicht die hohe Eignung von Shorthornbullen für die Gebrauchskreuzungen mit anderen Rassen, speziell auch für die Belegung von Färsen.

Bereits zum neunten Mal fand auf dem Betrieb von Jens Kohrs in Witzwort die jährliche Shorthorn-Hofauktion statt. Zum Verkauf kamen 8 Shorthorns vom männlichen Absetzer bis zur besamungsfähigen Färse, die von Auktionator Claus-Peter Tordsen (RSHeG) professionell versteigert wurden.

Coronabedingt fand statt im Frühjahr, nun am 26. September die jährliche Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Shorthornzüchter in Syke (Niedersachsen) statt. Zum Auftakt trafen sich zehn Mitglieder aus vier Bundesländern sowie 4 Gäste auf dem Betrieb von Familie Evers um vorab die Mutterkuhherde mit 6 Kühen sowie deren männlicher und weiblicher Nachzucht zu besichtigen.

Mit Unterstützung der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG wurde kürzlich Sperma des englischen Vererbers Napoleon of Upsall (P) importiert. Dieser dunkelrot-gescheckte und sehr lang gebaute Bulle ist mischerbig hornlos und weist sich aufgrund seiner Zuchtwerte als besonders leichtkalbiger Jungbulle aus. Sperma von Napoleon wurde daher besonders zum Zweck der Färsenbesamung angekauft.